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Demenz-Früherkennung ermöglicht gezielte Behandlung

Alzheimer oder andere Formen von Demenz kann man nicht heilen – aber behandeln. Es gibt Medikamente und Therapien, welche den Verlauf der Krankheit verlangsamen. Deshalb ist es wichtig, dass die Diagnose «Demenz» bereits im Frühstadium der Erkrankung gestellt wird. Nebst Medikamenten und Therapien gibt es zahlreiche Unterstützungsangebote, welche das Leben mit Alzheimer oder einer anderen Demenzform erleichtern oder den Betroffenen und deren Angehörigen helfen, sich besser zu organisieren. Eine frühzeitige Diagnose ermöglicht einen raschen Zugang zu diesen Angeboten.

Demenz-Früherkennung und Abklärung

Je früher die Diagnose erfolgt, desto besser – so können sich die Betroffenen und ihre Angehörigen auf die Zukunft vorbereiten und Unterstützung organisieren. Betroffene können sich Strategien aneignen und lernen, im Alltag praktische Hilfsmittel einzusetzen. Wichtig ist, die Anzeichen einer beginnenden Alzheimererkrankung oder einer anderen Form von Demenz ernst zu nehmen und möglichst früh mit der Behandlung zu beginnen.

 

Bei einem Verdacht auf Demenz ist eine Erstabklärung beim Hausarzt sinnvoll. Die Symptome können auch andere Ursachen wie Depression haben. Bestätigt sich der Verdacht einer beginnenden Demenz, kann eine Untersuchung beim Spezialisten nötig sein. Ziel ist es, dass die Betroffenen frühzeitig eine angemessene Demenztherapie erhalten und die Angehörigen Unterstützung organisieren können.

Medikamente können den Verlauf von Alzheimer und anderen Demenzformen verlangsamen.

Medikamentöse Behandlung einer Demenz

Bei Demenz oder Alzheimer gibt es keine Heilung – nur Linderung. Medikamente verlangsamen den Gedächtnisverlust spürbar, was sich positiv auf die Selbstständigkeit auswirkt. Die Medikamente können die Symptome mildern und verbessern so die Lebensqualität der Betroffenen, ihrer Angehörigen und Betreuenden. Je früher sie eingesetzt werden, desto wirksamer sind sie. Darum ist eine Demenz-Früherkennung wichtig.

Nicht-medikamentöse Demenztherapien können Fähigkeiten erhalten.

Weitere Demenztherapien

Menschen mit Alzheimer oder einer anderen Form von Demenz leiden unter dem steten Verlust gewisser Fähigkeiten. Immer wieder finden sie sich in einer hilflosen oder peinlichen Lage wieder. Im Rahmen nichtmedikamentöser Therapien lernen sie, zentrale Fähigkeiten länger zu erhalten und sich mithilfe verschiedener Strategien im Alltag besser zurecht zu finden. Das beugt Frustrationen vor und hilft, einen konstruktiveren Umgang mit der Krankheit zu finden. Zu diesen Therapien gehören zum Beispiel Gedächtnis- und Alltagstrainings, Einzel- oder Paargespräche, kreative oder gesellige Aktivitäten und Sport.