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Die Demenz-Beratungsstellen helfen weiter

Haben Sie weitere Fragen rund um Demenz? Suchen Sie Hilfe für Angehörige? Möchten Sie einen Termin in einer Demenzsprechstunde vereinbaren? Ihnen steht ein breites Informationsangebot zur Verfügung und die Demenz-Beratungsstellen in Ihrer Nähe helfen Ihnen gerne weiter. Hier finden Sie die wichtigsten Links und Adressen.

Beratung

Wünschen Sie eine Erstberatung zum Thema Demenz? Möchten Sie wissen, wo Sie bei einer Demenzerkrankung Hilfe in Ihrer Nähe finden können?

 

Die Schweizerische Alzheimervereinigung mit ihren 21 Sektionen ist die erste Adresse, wenn es um Demenz geht. Sie bietet Betroffenen und Angehörigen Beratung, Begleitung und Unterstützung. Das Nationale Alzheimer-Telefon ist am Montag von 8–19 Uhr (durchgehend), Dienstag bis Freitag von 8–12 und von 14–17 Uhr bedient.

 

Alzheimer-Telefon:
024 426 06 06
info@alz.ch

 

Die 130 Beratungsstellen der kantonalen Organisationen der Pro Senectute unterstützen Betroffene und Angehörige bei Fragen rund um den Alltag mit Demenz und bei Finanz- und Versicherungsthemen.

 

Sie erreichen Pro Senectute auch über Telefonnummer:
044 283 89 89
info@pro-senectute.ch

Medizinische Abklärung

Die erste Anlaufstelle für medizinische Abklärungen ist Ihr Hausarzt. Oft folgt eine weitere Abklärung beim Spezialisten, z.B. in einer Memory Clinic.

 

Sie wollen den Ernstfall regeln? Mit dem Vorsorgedossier DOCUPASS von Pro Senectute halten Sie persönliche Anliegen, Bedürfnisse, Forderungen und Wünsche im Zusammenhang mit Krankheit, Pflege, Sterben und Tod umfassend fest.

Weitere Informationen rund um das Thema Demenz

Auf der Internetseite der Schweizerischen Alzheimervereinigung finden Sie vertiefende Informationen zu allen Themen rund um Alzheimer und andere Formen von Demenz, Kontaktdaten der Demenzberatungsstellen und Informationen zu Unterstützungsangeboten. Sie sind für Direktbetroffene und Angehörige genauso hilfreich, wie für Fachleute und generell Interessierte. Zahlreiche Publikationen sind gratis erhältlich.

Weitere Informationen rund ums Alter

Auf der Internetseite von Pro Senectute finden Sie Informationen rund um das Thema Alter und zu den Beratungsstellen in Ihrer Nähe. Pro Senectute bietet eine breite Palette an Dienstleistungen für ältere Menschen und ihre Angehörigen an, auch für Menschen mit Demenz.

 

 

Häufig gestellte Fragen

Vergesslichkeit ist eines der Warnzeichen für Alzheimer oder eine andere Form von Demenz. Dinge zu vergessen, heisst aber noch nicht, dass man erkrankt ist. Gerade im Alter ist Vergesslichkeit durchaus normal. Es braucht mehrere solcher Anzeichen. Menschen mit einer beginnenden Demenz haben zum Beispiel auch Probleme mit der Sprache, mit der Orientierung, mit alltäglichen Abläufen oder damit, Dinge zu planen. Wichtig ist, dass eine Veränderung zu früher feststellbar ist. Sind mehrere Warnzeichen da, sollten Sie Ihren Hausarzt konsultieren.

Kognitive Schwierigkeiten wie Vergesslichkeit können verschiedene Ursachen haben. Wenn man weiss, was die Ursache ist, lässt sie sich auch behandeln. Es wäre schade, etwas zu verpassen. Darauf können Sie Ihre Mutter aufmerksam machen. Sind die Widerstände bei der betroffenen Person gross, kann man den Hausarzt miteinbeziehen und ihm seine Beobachtungen schildern. Er kann dann das Thema beim nächsten Besuch vorsichtig ansprechen.

Früherkennung ist das A und O. Viele Betroffene und Angehörige erleben die Zeit vor der Diagnose als sehr belastend. Sie merken, dass etwas nicht stimmt, aber sie wissen nicht, was los ist. Erfolgt die Diagnose erst spät, geht wertvolle Zeit verloren. Demenz ist zwar nicht heilbar, aber sie ist behandelbar. Dank der Diagnose können die Betroffenen die Zukunft planen, wichtige Entscheide noch selber treffen und die ganze Familie erhält Zugang zu Beratung und Begleitung. Man muss nicht mit allem alleine zurechtkommen. Es gibt Angebote zur Unterstützung und Entlastung.

Es gibt Medikamente zur Behandlung von Demenzerkrankungen, nicht-medikamentöse Therapien sind aber genauso wichtig. Sie helfen, den Alltag besser zu meistern und bestehende Fähigkeiten zu erhalten. Welche Medikamente sinnvoll sind, hängt von der Demenzform ab und vom allgemeinen Gesundheitszustand. Bei Alzheimer werden sogenannte Antidementiva eingesetzt, sie können das Fortschreiten der Krankheit verlangsamen. Im Anfangsstadium einer Demenz treten häufig Depressionen auf, deshalb können auch Antidepressiva Teil der Behandlung sein.

Am Anfang sind Information und Beratung für Betroffene und Angehörige sehr wichtig. Je mehr Sie über die Krankheit und ihre Auswirkungen wissen, desto besser können Sie damit umgehen. Empfehlenswert ist auch der Austausch mit anderen Betroffenen. Im Laufe der Krankheit können weitere Angebote sinnvoll sein: Mahlzeitendienst, Haushalthilfe, Fahrdienste, Spitex, Entlastung für Angehörige, administrative Unterstützung, Sozialberatung, Tagesstätten, Alzheimerferien usw. Die Alzheimervereinigung und Pro Senectute können Sie über Angebote in Ihrer Nähe informieren.

Entscheidend ist die grundsätzliche Haltung. Es gilt, die Person so zu akzeptieren, wie sie im Moment ist. Es braucht Empathie. Menschen mit Demenz können sich nicht erinnern, sie bleiben auch oft an etwas hängen. Die ständigen Wiederholungen können anstrengend sein, man sollte trotzdem versuchen, gelassen zu bleiben. Es steckt keine böse Absicht dahinter. Vielmehr können immer wiederkehrende Fragen Aufschluss geben über die Gemütslage der betroffenen Person. Versuchen Sie, sich einzufühlen, oder lenken Sie Ihren Nachbar ab. Widerspruch oder ihn mit der Tatsache konfrontieren, dass er immer das Gleiche sagt, sollten Sie vermeiden.

Das Gehirn funktioniert grundsätzlich wie andere Teile des Körpers. Gut trainiert und ernährt kann es Krankheiten und Zerfall besser entgegenwirken. Fordern Sie das Gehirn ab und zu mit etwas neuem heraus. Das aktiviert die Zellen und stärkt die Verbindungen dazwischen. Das heisst: eine Fremdsprache lernen, eine neue Sportart ausprobieren, einen Tanzkurs besuchen, etc. Auch ein Besuch am Stamm-Tisch ist kognitives Training. In der Diskussion mit anderen müssen Sie auf Argumente reagieren, sich an einen kürzlich gesehenen Film oder ein gelesenes Buch erinnern – das erfordert eine grosse Leistung des Gehirns.

Für Menschen mit Demenz gibt es spezielle Gedächtnistrainings. Es geht darum, bestehende Fähigkeiten zu erhalten. Das Training hilft, im Alltag besser zurechtzukommen.

Die Frage lässt sich nicht eindeutig beantworten, zumal die Forschung noch keine wissenschaftlich gesicherte Antwort parat hat. Die seltene, in jungen Jahren auftretende Form von Alzheimer ist meist vererbt. Tritt die Krankheit jedoch später auf, ist weniger klar, welche Rolle die genetische Veranlagung spielt. Das gilt auch für andere Formen von Demenz. Wer sich Sorgen macht, weil ein Elternteil oder der Grossvater, die Grossmutter erkrankt ist, sollte sich beraten lassen.

Die erste Ansprechperson, mit der Sie über Ihre Befürchtungen sprechen sollten, ist der Hausarzt. Zu einer sorgfältigen Abklärung gehört eine gründliche Untersuchung des körperlichen Zustands. Es gilt vor allem, andere Ursachen für die kognitiven Probleme auszuschliessen. Der Hausarzt kann anschliessend mit relativ einfachen Tests abklären, ob tatsächlich der Verdacht auf eine demenzielle Erkrankung besteht. Wichtig ist dabei das Gespräch mit dem Betroffenen selbst und Angehörigen. Ihre Beobachtungen sind wichtig. Bestätigt sich der Verdacht, können weitere Abklärungen beim Spezialisten (beispielsweise in einer Memory Clinic) sinnvoll sein. Dies für eine möglichst differenzierte Diagnose und um die Behandlung festzulegen.

Menschen mit Demenz haben grundsätzlich die gleichen Bedürfnisse wie Menschen ohne Demenz. Sie möchten möglichst lange selbstständig in ihrem gewohnten Umfeld leben. Sie haben aufgrund der Krankheit aber Mühe, sich zu orientieren und alltägliche Angelegenheiten zu erledigen. Es kann auch sein, dass sie sich auffällig verhalten.

Ein paar Tipps


  • Gehen Sie von vorne auf die Person zu, so dass Sie in ihrem Blickfeld sind.
  • Stellen Sie Blickkontakt her und sprechen Sie die Person an.
  • Hören Sie aufmerksam zu, wenn die Person spricht.
  • Vermeiden Sie eine hektische Atmosphäre und brüskes Verhalten.
  • Bilden Sie einfache Sätze, sprechen Sie langsam.
  • Helfen Sie, fehlende Wörter zu ergänzen.
  • Nehmen Sie Probleme und Ängste der Person mit Demenz ernst.
  • Zeigen Sie Verständnis und versuchen Sie, Sicherheit zu vermitteln.
  • Widersprechen Sie nicht bei unverständlichen oder falschen Aussagen oder Geschichten.
  • Nehmen Sie Anschuldigungen nicht persönlich, bleiben Sie ruhig.

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